Die konfliktfreie Verwaltung:
Gewalttaten in Behörden und Gerichten
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Ein Mitarbeiter des städtischen Sozialamts in Chur ist im April 2002 von einem Besucher angegriffen und verletzt worden. Der Mann erlitt unter anderem einen dreifachen Nasenbeinbruch.

Bei einer Schießerei im Rathaus von Wittenberge (Kreis Prignitz) sind im Januar 2001zwei Menschen getötet worden. Ein Mann erschoß zunächst eine Mitarbeiterin der Liegenschafts-Abteilung im Amt für Wirtschaftsförderung und tötete sich anschließend selbst. Der Täter fühlte sich in der Angelegenheit einer Rückübertragung ungerecht behandelt.

Im März 2000 verletzte ein Mann in der Sozialabteilung des Ortsamtes in Hamburg-Osdorf eine 50 Jahre alte Sachbearbeiterin durch zwei Schüsse lebensgefährlich.

Anfang 1999 war den Medien zu entnehmen, daß ein Realschullehrer im Besprechungszimmer des St. Galler Oberstufenschulhauses Engelwies durch mehrere Schüsse, vom Vater einer bis vor Kurzem vom Opfer unterrichteten Schülerin getötet worden ist.

Der Ausgabe vom 6. Februar 1999 der Neuen Luzerner Zeitung war zu entnehmen, daß die Luzerner Gemeinden Emmen und Neudorf, wo Verwaltungsangestellte in den Monaten Dezember 1998 und Januar 1999 wiederholt Morddrohungen von Ausländern erhalten haben, keine Einzelfälle sind, sondern sich immer wieder  Gemeindeangestellte mit Drohungen konfrontiert sehen. Daß Gesuchsteller verbal drohen oder handgreiflich werden, sei auf den Gemeindeverwaltungen im Kanton Luzern keine Seltenheit. Es würden jährlich 30 bis 40 Fälle von massiver Drohung gegenüber Behörden registriert.

In der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vom 5. April 1997 war zu lesen, daß ein arbeitsloser Mann aus Ex-Jugoslawien am 3. April 1997 die Sozialvorsteherin der Luzerner Gemeinde Schötz mit Messerstichen getötet hat, nachdem sie ihm eine Geldzahlung verweigert hatte.

Im Januar 1996 forderte ein 58-Jähriger von Sachbearbeitern des Sozialamtes Hamburg-Altona eine neue Wohnung. Als diese darauf nicht eingingen, bedrohte er sie mit einer Schreckschuß-Pistole und nahm zwei als Geiseln. Nachdem ihm ein Hotelzimmer als Unterkunft in Aussicht gestellt wurde, ließ sich der Angetrunkene festnehmen.

Im Januar 1995 wurde im Amtsgericht Kiel eine 49 Jahre alte Familienrichterin von einem vermutlich psychisch gestörten Mann niedergestochen und getötet. Der Mann hatte sich im Streit um das Sorgerecht für seinen Sohn benachteiligt gefühlt.

Der bisher spektakulärste Racheakt in einem deutschen Gerichtssaal ereignete sich am 9. März 1994 in Euskirchen im Rheinland. Damals tötete ein 39 Jahre alter Gewalttäter im Amtsgericht der Stadt sieben Menschen durch Schüsse und einen Sprengsatz - unter den Toten waren auch der Täter und ein Richter.

Aus Wut über seine Unterhaltsverpflichtungen und als Rache für vermeintlich zugefügtes Unrecht erstach ein 52-jähriger Mann im August 1992 im Landgericht des bayerischen Landshut die 50-jährige Rechtsanwältin seiner Ex-Frau. Der seelisch schwer gestörte Mann wurde in eine Nervenklinik eingewiesen.

In Rommerskirchen bei Neuss tötete ein 35-jähriger Arbeiter im Februar 1992 mit zwei Schüssen den Leiter des Ordnungsamtes in dessen Büro. Hintergrund der Tat des Mannes, dem ein Gutachter "wahnhafte Störungen" bescheinigte, war offenbar die Ablehnung eines Antrags auf vorzeitige Rente. Er wurde in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

Quellen: www.tombeck.com/gewalt externer Link; www.tagesspiegel.de externer Link; 20 Minuten

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